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Nederlandse Liederenbank


Ein annder

1. Woltt mich der wechter wenckenn /
nach meines hertzenn lůst /
Das ich mich nitt verschlepe /
an meines liebenn brůst /
Jch hortt ein hornlein schallen /
Junckfrewlein wecktt ewern gesellen /
das ehr sich nitt verschlap.

[40v]

2. Wie gernn woltt ich jnn weckenn /
den aller liebstenn mein /
Jch fruchtt ehr soltt verschreckenn /
sein hertz vnd auch das mein /
Dan můsten mir zwei scheidenn /
so traůrtenn mir alle beidenn /
Das thuett des tages schein.

3. Och wechter wollestů schweigenn /
vnnd folgen meiner lehr /
Bei der liebstenn woltt ich pleibenn /
verschlaffenn gůitt vnnd ehr /
och wechter traůwer geselle /
wer mein lieb in der hellenn /
bei jm so wollt ich sein.

4. Ehr nam sie bei den hendenn
bei jren schneweisser handtt /
ehr leidt sei also balde
dar ehr das bettelein fantt /
dar ligenn die zwei verborgenn /
bis an den lichtenn morgen /
das sich der tag aůffbrach.

Berliner Liederhandschrift vom Jahre 1568
1568
Berlijn, Staatsbibliothek Preussischer Kulturbesitz, ms. germ. 2o 752
f40r

Jos Houtsma, naar bron, diplomatisch.